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Literatur mit KI sinnvoll verwalten
Für die Organisation und Strukturierung deiner Literatur ist es empfehlenswert, auf ein etabliertes Literaturverwaltungsprogramm zurückzugreifen. Einige dieser Programme sind oder lassen sich um KI-gestützte Zusatzfunktionen erweitern, die dich darin unterstützen sollen, effizienter durch deine Literatursammlung zu navigieren. Die Funktionen sind entweder direkt in das Programm integriert oder du musst sie über Add-ons zusätzlich installieren.
Name: CITAVI (https://lumivero.com/products/citavi/)
Anbieter: Lumivero LLC (USA)
Release: 2006
Zugang und Preisgestaltung: Registrierung erforderlich; Kosten für Einzellizenzen zwischen 300 und 480 Euro pro Jahr; viele Universitäten stellen ihren Mitarbeitenden und Studierenden Campus-Lizenzen zur Verfügung.
Hintergrund: Citavi ist eine Software zur Literaturverwaltung und Wissensorganisation. Das Programm ermöglicht die übersichtliche Ablage, Verwaltung und Annotation von Wissensdokumenten und unterstützt den gesamten Arbeitsprozess von der Recherche bis zum Schreiben. Citavi wurde bereits 2006 durch die Schweizer Firma Swiss Academic Software entwickelt, 2021 von QSR International übernommen und wird inzwischen unter der Marke Lumivero (USA) weitergeführt.
Mit Citavi lassen sich mehr als 4000 Fachdatenbanken, Bibliotheks- und Buchhandelskataloge recherchieren und die ausgewählten Titel direkt in das eigene Projekt übernehmen. Über den Citavi-Picker ist außerdem der Import einzelner Literaturangaben aus dem Internet direkt per Mausklick möglich; ebenso können Quellen manuell erfasst werden.[1]
Die gesammelte Literatur können Nutzende direkt im Programm lesen, annotieren und mit Hilfe von Kategorien und Schlagwörtern strukturieren. Aus jedem Text lassen sich relevante Zitate entnehmen, systematisch ordnen und mit eigenen Ideen, Gedanken und ersten Textentwürfen verbinden. Beim Schreiben in Word stehen alle gespeicherten Titel und Zitate über ein Add-In als Bausteine zur Verfügung und lassen sich per Klick in den eigenen Text einfügen. Das Literaturverzeichnis generiert Citavi automatisch im ausgewählten Zitierstil.[2][3]
Mit Citavi 7, das Lumivero im November 2024 auf den Markt gebracht hat, wurden erstmalig KI-gestützte Funktionen in das Programm integriert. Über den KI-Assistenten können nun wissenschaftliche Arbeiten – basierend auf Semantic Scholar – direkt in Citavi recherchiert und in das Wissensprojekt übernommen werden. Außerdem können Nutzende KI-generierte Kernaussagen zu einem Artikel erstellen lassen oder ausgewählte Textabschnitte automatisch zusammenfassen.[4]
Derzeit weist Citavi 7 jedoch noch einige Probleme und Schwachstellen auf. Deshalb rät das Rechenzentrum der Uni Hamburg von der Nutzung ab und empfiehlt stattdessen die stabile Version Citavi 6, die ohne KI-Zusatzfunktionen auskommt.[5]
Tutorials: Citavi-Schulungsmaterial der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg: https://www.sub.uni-hamburg.de/service/literaturverwaltung/citavi/citavi-schulungen.html
[1] https://www1.citavi.com/sub/manual7/de/index.html?101_ai_assistant.html [19.02.2026]
[2] https://www1.citavi.com/sub/manual6/de/index.html?about_citavi.html [19.02.2026]
[3] https://www.sub.uni-hamburg.de/service/literaturverwaltung/citavi.html [19.02.2026]
[4] https://www1.citavi.com/sub/manual7/de/index.html?101_ai_assistant.html [19.02.2026].
[5] https://www.rrz.uni-hamburg.de/services/software/rahmenvertraege/citavi.html [19.02.2026].
Name: Zotero (https://www.zotero.org/)
AAnbieter: Digital Scholar (USA)
Launch: 2006
Zugang und Preisgestaltung: Registrierung zwingend erforderlich; kostenfreie Basissoftware inklusive aller Kernfunktionen und 300 MB Speicherkapazität; erweiterte Speicherkapazität bis 2/6/unlimited GB für 20/60/120 Dollar/Jahr.
Hintergrund: Zotero ist eine Software für Literaturverwaltung und Wissensmanagement. Betrieben wird das Programm von Digital Scholar, einer gemeinnützigen Organisation, die sich der Entwicklung von Software und Dienstleistungen für Forschende und Kulturerbeeinrichtungen widmet. Ursprünglich wurde die Plattform am Roy Rosenzweig Center für History and New Media der George Mason University in den USA entwickelt, heute beteiligen sich freie Entwickler*innen weltweit an der Weiterentwicklung des Tools und seiner Funktionen.[1]
Im Gegensatz zu den meisten anderen Literaturverwaltungsprogrammen, wie unter anderem Citavi, ist Zotero als Open Source-Software weitestgehend kostenfrei und kann auf allen gängigen Betriebssystemen verwendet werden. Mit Zotero lässt sich Forschungsliteratur sammeln, organisieren, teilen und bearbeiten. Über den Zotero Connector können Referenzen einschließlich ihrer Metadaten aus dem Browser direkt im Programm gespeichert werden. Über ein PlugIn in Word oder anderen Textverarbeitungsprogrammen lassen sich die Quellen direkt per Klick in den Fließtext einfügen und das Literaturverzeichnis automatisch erstellen.
Anfang 2026 ist mit Zotero 8 die neueste Version der Open-Source-Software erschienen. Aktuell gibt es noch keine direkt ins Programm integrierten KI-gestützten Funktionen. Jedoch existieren bereits diverse KI-Plugins, die Nutzende zusätzlich installieren und gekoppelt mit Zotero verwenden können – z.B. PapersGPT[2] für KI-basierten Chat mit PDF-Dokumenten, ZotSeek[3] zur Suche nach Quellen mit ähnlichen Inhalten oder Beaver[4]als Rechercheassistenten, der alle Dokumente in Zotero durchsucht und komplexe Konzepte beim Lesen erklärt.
Tutorials:
Quick Start Guide von Zotero: https://www.zotero.org/support/quick_start_guide
Selbstlernkurs der TU-Berlin zur Nutzung von Zotero: https://teachinglibrary.dbwm.tu-berlin.de/Selbstlernkurs_Zotero/
[1] https://www.zotero.org/support/credits_and_acknowledgments [20.02.2026].
[2] https://github.com/papersgpt/papersgpt-for-zotero [20.02.2026].
[3] https://github.com/introfini/ZotSeek [20.02.2026].
[4] https://www.beaverapp.ai/ [20.02.2026].

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ZITIEREN ALS:
Stumpf Teresa. (2026). KI Tool Kategorien. http://doi.org/ – in Erstellung

