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KI als StuddyBuddy
Die Tools aus der Kategorie StuddyBuddy bieten dir verschiedene Möglichkeiten, deinen Schreibprozess und deine Texte zu organisieren und zu reflektieren. Beispielsweise kannst du im „Dialog“ mit einem Chatbot deine Ideen „diskutieren“ und dir Feedback einholen. Die StuddyBuddy-Tools unterstützen dich außerdem dabei, deinen Schreibprozess entsprechend deiner individuellen Bedarfe und Anforderungen zu organisieren und zu strukturieren.
Die meisten dieser Tools sind textbasierte Sprachmodelle, sogenannte Large Language Models (LLMs), die darauf spezialisiert sind, menschliche Sprache zu erfassen und zu generieren. Sie basieren auf Milliarden, größtenteils aus dem Internet stammenden, Trainingsdaten, die auf Basis komplexer statistischer Prinzipien verarbeitet werden. Und das Ergebnis? Die LLMs produzieren Text, sie simulieren Kommunikationsfähigkeit und du kannst mit den als Chatbots programmierten Tools in einen echten „Dialog“ gehen.
Wichtig: LLMs sind Sprachmodelle und keine Wissensmodelle, sie „verstehen“ die Bedeutungen und Sinnzusammenhänge der Texte nicht und können verzerrte und inhaltlich falsche Antworten produzieren!
Name: ChatGPT (https://chatgpt.com/)
Anbieter: OpenAI (USA)
Aktuellste Versionen: GPT-5.2 (seit 02/2026), untergliedert in mini = effiziente Variante mit starker Leistung zu reduzierten Kosten, nano = kleinstes und kostengünstigstes Modell für einfachere Aufgaben, pro = Premiumvariante speziell für anspruchsvolle Aufgaben.
Zugang und Preisgestaltung: Free = kostenfreie Basisversion, Nutzung mit eingeschränktem Funktionsumfang ohne Registrierung möglich; Go = mit unbegrenztem Zugang zum schnellsten Standardmodell und höheren Limits (8 Euro/Monat); Plus = erweiterter Zugriff und zusätzlichen Produktivitätsfunktionen (23 Euro/Monat); Pro = höchste Zugriffsstufe für tägliche Deep-Research-Sessions und komplexe Analysen (229 Euro/Monat).
Launch: 2022
Hintergrund: ChatGPT (Generative Pre-Trained Transformer) dürfte das wohl bekannteste Tool auf dem Markt darstellen. Obwohl die erste Version bereits 2018 erschien, erlangte das Programm erst mit der im November 2022 kostenfrei veröffentlichten Version GPT-3.5 weltweite Aufmerksamkeit. Stand Februar 2026[1] registriert ChatGPT 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzende. Seit Sommer 2025 bietet OpenAI den Lernmodus (Study Mode) an, der speziell als Lernhilfe und Schritt-für-Schritt-Begleitung für Lernende entwickelt wurde. Er soll angepasst an ihre Ziele und ihr Kompetenzniveau unterstützen, etwa bei der Prüfungsvorbereitung oder beim Verfassen einer Hausarbeit.[2]
Immer mehr Universitäten bieten für ihre Hochschulangehörigen einen datenschutzkonformen institutionellen Zugang zu ChatGPT an, bei welchem keine Anmelde- oder sonstigen Nutzungsdaten an OpenAI übertragen werden. Die Prompts werden zwar an die ChatGPT-API gesendet, jedoch werden die Eingaben nicht gespeichert. Ein solcher Dienst steht zum Beispiel an der Universität Hamburg allen Studierenden und Mitarbeitenden mit UHHGPT zur Verfügung.
Tutorials: Introducing ChatGPT Study Mode von OpenAI
[1] https://thunderbit.com/de/blog/chatgpt-stats-usage-growth-trends [02.03.2026].
[2] https://openai.com/de-DE/index/chatgpt-study-mode/ [02.04.2026].
Name: Claude (https://claude.ai/)
Anbieter: Anthropic (USA)
Versionen: Haiku = schnellstes Modell für leichte Aufgaben, Sonnett = Mittelmaß zwischen Leistung und Geschwindigkeit, Opus = komplexe Analysen, mehrschrittige Aufgaben
Zugang und Preisgestaltung: Registrierung zwingend erforderlich; Free = kostenfreie Basisversion mit moderatem Nutzungslimit; Pro = Zugang zur neuesten Modellversion mit erhöhtem Nutzungslimit und reaktionsschnellerer Leistung (20 Dollar/Monat); Max = höchste Zugriffsstufe (100 Dollar/Monat)
Launch: März 2023
Hintergrund: Das KI-Tool ist nach dem amerikanischen Mathematiker Claude Elwood Shannon (1916-2021) benannt, der als ein wichtiger Wegbereiter der Informationstheorie und des digitalen Zeitalters gilt.[1] Claude basiert auf dem Konzept der Constitutional AI, einer von Anthropic entwickelten Methode, die laut Unternehmen darauf basiert, das Sprachmodell und dessen Outputs anhand (selbst gesetzter) ethischer Prinzipien auszurichten.[2] Eine Besonderheit des Programms ist sein „Extended-Thinking“-Modus, der es Nutzenden erlaubt, zwischen schnellen Antworten oder tiefergehenden Analysen zu wechseln.[3]
Tutorials: Learn Claude with hands-on tutorials
[1] https://www.deutschlandfunk.de/mathematiker-claude-shannon-der-unbekannte-begruender-der-100.html [20.03.2026]
[2] https://www.anthropic.com/research/collective-constitutional-ai-aligning-a-language-model-with-public-input [20.03.2026]
[3] https://magazine.zandura.com/de/claude-ai-einfach-erklaert [20.03.2026]
Anbieter: Bram de Buyser (freiberuflicher Softwareentwickler aus Belgien und Gründer von Arcology, einem neuen KI- und Data-Unternehmen, das Forschung und Entwicklung, maßgeschneiderte Ingenieurskunst und Beratung betreibt).
Zugang und Preisgestaltung: Keine Anmeldung erforderlich, kostenfreie Nutzung
Launch: 2023
Hintergrund: Anders als die übrigen hier aufgelisteten Werkzeuge der Kategorie StuddyBuddy ist Goblin Tools kein einzelnes LLM, sondern eine Sammlung kleiner, einfacher Werkzeuge, um bestimmte Aufgaben zu strukturieren und zu erleichtern. Diesen Werkzeugen wiederum liegt das Sprachmodell von OpenAI zugrunde. Goblin Tools wurde ursprünglich für neurodivergente Menschen entwickelt, um sie bei als überwältigend oder schwierig empfundenen Aufgaben zu unterstützen. Die Plattform eignet sich jedoch grundsätzlich für alle, die bei der Organisation und Umsetzung von Aufgaben Hilfe suchen. So kannst du beispielsweise über die Funktion „Magischer To-Do“ die Arbeitsschritte für dein Schreibprojekt übersichtlich strukturieren. Der „Formalizer“ bietet dir sprachliche (Um-)Formulierungsvorschläge für Sätze oder Satzfragmente, während der „Berater“ dich bei Entscheidungen unterstützt, z.B. etwa, wenn du zwischen verschiedenen Forschungsthemen abwägst.
Tutorial: GoblinTools.ai, Lecture2Go der Universität Hamburg von Julia Pawlowski: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/68772
Name: Gemini (https://gemini.google.com/)
Anbieter: Google (USA)
Versionen: Gemini 3.0 (seit 01/2026), untergliedert in Flash (kostenfreies Standardmodell) und Pro (für komplexe Aufgaben)
Zugang und Preisgestaltung: Nutzung ohne Registrierung bei eingeschränktem Funktionsumfang möglich; Gemini Free = kostenfreie Zugriff auf Standardmodelle mit begrenzter Bildgenerierung; Google AI Plus = erweiterter Funktionsumfang mit höheren Nutzungslimits und verbesserten Kreativtools (7,99 Euro/Monat); Google AI Pro = Zugriff auf neuestes Modell mit 2 TB Speicher und Integration in Gmail und GoogleDocs (21,99 Euro/Monat); Google AI Ultra = maximale Priorität mit exklusivem Zugriff auf High-End-Modelle und riesige Videokontingente (250 Euro/Monat)
Launch: März 2023
Hintergrund: Gemini, ursprünglich „Google Bard“, ist Googles Antwort auf ChatGPT und bietet in der der Kategorie StuddyBuddy vergleichbare Funktionen. Zusätzlich verfügt das Tool über sogenannte Gems – benutzerdefinierte Versionen von Gemini, die auf individuelle Nutzungsbedürfnisse zugeschnitten sind. Es gibt bereits vorgefertigte Gems, z.B. Lernhilfe oder Schreibassistent, die bei Bedarf weiter angepasst werden können. Darüber hinaus kannst du auch vollständig neue Gems erstellen und deren Rollen individuell festlegen.Tutorials: Google Gemini richtig nutzen – Tutorial für Einsteiger 2026 (deutsch) von Akademie für KI: https://www.youtube.com/watch?v=0SvykdJ6508
Name: Microsoft Copilot (https://copilot.microsoft.com/)
Anbieter: Microsoft (in Zusammenarbeit mit OpenAI)
Versionen: Copilot (kostenlose Basisversion), Copilot in Microsoft 365 (Business-Konto)
Zugang und Preisgestaltung: keine Anmeldung für grundlegende Chatfunktionen; Konto erforderlich für Personalisierung, Datenschutz oder Microsoft-365-Integration (Single = 99 Euro/Jahr, Family = 129 Euro/Jahr, Premium = 219 Euro/Jahr).
Launch: 2023
Hintergrund: Microsoft Copilot (ursprünglich: Bing Chat) ist ein KI-gestützter Assistent, der sowohl als Chatbot im Browser oder in einer App als auch direkt eingebettet in Microsoft Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Teams genutzt werden kann. Copilot greift auf das GPT-LLM von OpenAI zurück, durch die enge Integration in Microsoft 365 unterscheidet es sich jedoch deutlich von anderen KI-Tools. Gleichzeitig ist es kostspieliger, da die integrierte Version nur mit einem bestehenden Microsoft 365-Abo nutzbar ist.
Tutorial:
Microsoft 365 Copilot Videotutorials von Microsoft: https://support.microsoft.com/de-de/topic/microsoft-365-copilot-videotutorials-25a1b328-79be-4e8a-af96-1f894e52bcf6
Microsoft 365 Copilot Tutorial für Anfänger (2026) von Jakob Neubauer: https://www.youtube.com/watch?v=Y1Dksr7qNgY
Name: Perplexity AI (https://www.perplexity.ai/)
Anbieter: Perplexity AI, Inc. (USA)
Zugang und Preisgestaltung: Kostenfreie Nutzung der Basisfunktionen ohne Registrierung möglich; Pro = erweiterte Suchen, Zugriff auf fortgeschrittene Modelle, mehr Datei-Uploads 20 Dollar/Monat); Education Pro = vergünstigte Pro-Variante für verifizierte Studierende und Lehrende mit zusätzlichen Bildungsfunktionen wie Study Mode und erweitertem Zugang zu Perplexity Research und Perplexity Academic (LINK zum Beitrag unter Recherche-Tools), 10 Dollar/Monat), Max = alle Funktionen aus Pro sowie unbegrenzten Zugriff auf fortgeschrittene Modelle ohne Nutzungsbeschränkung in Volumen oder Häufigkeit, (200 Dollar/Monat).
Launch: 2022
Hintergrund: Perplexity AI ist eine KI-gestützte Suchmaschine des gleichnamigen, 2022 gegründeten amerikanischen Techunternehmens Perplexity AI, Inc. Das Tool fungiert als Hybrid aus Suchmaschine, Forschungsassistent und Zitationsgenerator.[1] Es kombiniert verschiedene Sprachmodelle (u.a. GPT-5.2, Claude 4.5 Sonnet), seine Kernfunktion ist jedoch die intelligente Echtzeit-Websuche. Perplexity liefert schnelle und präzise Antworten auf Basis transparenter, überprüfbaren Quellenangaben. Die Qualität der Antworten ist jedoch wiederum abhängig von den verwendeten Quellen.[2] Im Vergleich zu ChatGPT, Gemini und Copilot schneidet Perplexity nach aktuellem Stand hinsichtlich der Korrektheit von Rechercheergebnissen am besten ab, bleibt jedoch insbesondere bei kreativem Schreiben und länger geführten Dialogen in der Qualität hinter diesen zurück.[3] Im Fokusmodus Academic (LINK) kann das Tool auch für die wissenschaftliche Literaturrecherche eingesetzt werden. Der Academic-Modus filtert Ergebnisse auf frei zugänglichen, webbasierten Repositorien für wissenschaftliche Literatur, anstatt allgemeine Webseiten zu mischen.
Tutorials: Perplexity AI für wissenschaftliches Arbeiten nutzen von shribe! – master your studies: https://www.youtube.com/watch?v=AMl08IcT7CQ
[1] https://www.biteno.com/perplexity-ai-nutzen/ [19.02.2026].
[2] https://praxistipps.chip.de/welche-firma-steckt-hinter-perplexity-diesem-unternehmen-gehoert-die-ki_190081 [10.02.2026]
[3] https://www.test.de/KI-Chatbots-im-Test-Perplexity-schlaegt-ChatGPT-und-Meta-AI-6275046-0/ [10.02.2026].

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1.0.0.
ZITIEREN ALS:
Stumpf, Teresa (2026). Schreiben mit KI. KI-Tool-Kategorien: Passende Tools für jede Phase. http://doi.org/ – in Erstellung

